Rittergut Remblinghausen

Der Hof und Stammsitz der Ritterfamilie von Remelinchusen liegt auf einer Höhe oberhalb des Dorfes Remblinghausen. Das alte Herrenhaus mit dem mächtigen Walmdach ist über dem Eingang mit den Wappenbildern der früheren Bewohner geschmückt.

Der Hof war Haupthof des Stiftes Meschede und umfasste einige kleinere Güter inner- und außerhalb Remblinghausens. Da er schon früh zu einem Rittergut wurde, blieb er von den Landessteuern ausgenommen.

Der Name von Remelinchusen ist seit 1280 in vielen Urkunden der damaligen Zeit erwähnt. 1481 wurde Joh. Rump von Varenbert (Valbert) mit dem Gut belehnt, er war der Schwiegersohn von Albert von Remelinchusen. Johann Rump lebte bis etwa 1508 im adeligen Haus Remblinghausen.

Darauf folgten der Knappe Diederich Westphalen und Cracht Westphalen, der älteste Sohn Diederichs. Seine Tochter Anna war mit Tonies Schade zu Mühlsborn verheiratet. Zusammen mit ihrer Tochter Margarethe wurde sie 1572 belehnt.

Danach kaufte Johann Westphalen das adelige Haus, das er aber bereits 1593 wieder verkaufte. Neuer Besitzer war Jost Gaugreben. Sein Nachfolger verpfändete größere Teile des Besitzes - wahrscheinlich aufgrund der Einwirkungen des 30jährigen Krieges.

Das adelige Gut wurde vor 1640 an die Herren von Cloidt verkauft. Danach war es über 200 Jahre im Besitz der Familie. Die Lehenseigenschaft des Hauses wurde 1810 beendet und das Gut in ein freies Eigentum verwandelt.

Ein großer Teil der Grundstücke war aber bereits an andere Besitzer zersplittet. So hatte auch dieser große Hof aufgehört zu bestehen. Heute erinnert nur noch die Ortsbezeichnung daran.

Die adelige Familie ging in ihren wirtschaftlichen Verhältnissen immer mehr zurück. So musste das Gut 1852 an den Gemeindevorsteher verkauft werden.

So wurde aus dem Rittersitz - wie in längst vergangenen Zeiten - wieder ein Bauernhof.

Textquelle: Stadt Meschede