Kirchen & Kapellen in Freienohl

Pfarrkirche St. Nikolaus

Auch wenn sicher ist, dass Freienohl aus kirchlicher Sicht ursprünglich zu Calle gehörte, muss es bereits seit Ende des 13. Jahrhunderts eine eigene Kirche besessen haben. Urkundlich ist dies allerdings nicht zu belegen.

An der Stelle eines Vorgängerbaus wurde die heutige St. Nikolaus-Kirche 1753 errichtet. Im Jahr 1886 wurde sie um zwei Kreuzarme und ein Ostjoch mit Chor erweitert.

Plastenbergkapelle

Die Plastenbergkapelle in Freienohl befindet sich an der Kapellenstraße. Christina Margareta von Wesseler ließ diese im Jahr 1731 errichten.

Die Inschrift über der Eingangshalle erinnert an die Prozession zum Kreuz am Plastenberg, die die Gemeinde Freienohl 1686 gelobte. Mit der Prozession wollten die Freienohler die Gottesmutter bitten, die Feldfrüchte vor Schaden zu bewahren.

Unter der Kapelle wurde Mitte des 19. Jahrhunders eine Gruft angelegt, die mit schweren Steinplatten abgedeckt war. Hier fanden der Freiherr v. Devivere und seine Tochter aus dem Haus Bockum ihre letzte Ruhestätte.

Im Jahr 1911 wurde der Pfarrgemeinde Calle von Freiin Walburga v. Devivere 300 Mark vermacht, zusammen mit der Auflage, die Kapelle zu unterhalten. Die Gemeinde schlug den Nachlass allerdings aus, da sie glaubte, die Last für diese Summe nicht übernehmen zu können.

Die letzte Eigentümerin - Freiin Elisabeth v. Lüninck zu Ostwig - überließ die Kapelle im Jahre 1931 schließlich der Pfarrgemeinde Freienohl.

Viele Freienohler waren zu dieser Zeit arbeitslos. So übernahm der Gesellenverein - mit Unterstützung des SGV und der letzten Eigentümerin - die Restaurierung der Kapelle. Am Himmelfahrtstag 1932 konnte sie neu eingeweiht werden.

Kapelle auf dem Friedhof

1820 wurde der "Alte Friedhof" an der Twiete in Freienohl angelegt. Die dort stehende Kapelle befand sich ursprünglich in der Rümmecke.

Die Kapelle in der Rümmecke ließ der damalige kurfürstliche Jäger Philipp Holzapfel - der Bürgermeister Freienohls - zusammen mit seiner Frau im Jahr 1707 errichten. 

Vermutlich stand sie an der Stelle, an der der Rümmecker Bach in die Ruhr mündet. Es lässt sich nicht ausschließen, dass zuvor an dieser Stelle ein Wachturm oder ein ähnliches Bauwerk gestanden hat

Die Kapelle ging 1846 in den Besitz der Gemeinde über, die sie auf den Friedhof versetzten.

Küppelkapelle

Folgt man vom Marktplatz in der Ortsmitte Freienohls dem Rundwanderweg F1 (3 km), erreicht man die Küppelkapelle.

Seit über hundert Jahren steht die kleine Kapelle am Fuße des Küppels - dem Wahrzeichen Freienohls - in der heutigen Form. Bereits vorher stand an dieser Stelle eine Kapelle aus Fachwerk mit einem von Säulen getragenen Vordach.

Mit der Bau der Küppelkapelle wurde im Frühjahr 1902 begonnen. Sie wurde dem Hl. Josef geweiht. 1982 wurde sie zum 80. Jubiläum von Grund auf renoviert, im Jahr 1985 erfolgte die Renovierung des Vorplatzes.

 

Kreuzkapelle

Die evangelischen Gottesdienste in Freienohl wurden anfangs im Tanzsaal eines Hotels gefeiert. Die katholische Gemeinde stellte den evangelischen Christen später ihren Raum zur Verfügung.

Im Jahr 1956 begann der Bau einer eigenen Kapelle, die im Dezember des Jahres fertig gestellt wurde.

 

Textquelle u. Bilder: Stadt Meschede