Alte Kornmühle Ramsbeck

Die Ramsbecker Mühle wurde wahrscheinlich "zur Wende des 17. Jahrhunderts" gebaut. Sie wird erstmalig in der Schatzliste des Jahres 1685 erwähnt, als der Kölner Kurfürst Maximilian Heinrich eine Sondersteuer von der Landbevölkerung erhob. 

Vermutlich hatte die Mühle in Ramsbeck damals schon als Besonderheit drei Wasserräder, an die jeweils ein Mahlgang gekoppelt war. So konnte der Müller sowohl Korn mahlen als auch die Samenkapseln von Flachs oder Raps mit Hilfe der Mühlsteine zerreiben. Der Müller erhitzte den öligen Samenbrei, verrührte ihn und füllte die zähe Masse in Säckchen. Diese wurden dann unter die "Stampfer" gelegt, die das Leinöl herauspressten, das in den Bauernhäusern als Speiseöl, aber auch als Brennstoff für die Öllampen gebraucht wurde. Der in den Säckchen verbliebene sogenannte "Ölkuchen" wurde dem Jungvieh zur Stärkung der Knochen unter das Futter gemischt.

Die Mühle besitzt als einzige noch erhaltene Mühle in Nordrhein-Westfalen drei Mahlstände und eine mittelalterliche Technik. 

Mühlenbesichtigung:
Mühlenbesichtigungen sind jederzeit nach Absprache möglich.
Info: Tel. 02905-432.

Weitere Informationen:
Verein "Alte Kornmühle" Ramsbeck e.V., Wolfgang Schweitzer
Heinrich-Lübke-Straße 43, 59909 Bestwig-Ramsbeck, Telefon 02905-365 
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